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Der Kinderbasteltipp: Insektenhotel selber bauen

Viele Insekten sind für uns Menschen sehr nützlich: Sie bestäuben Blüten oder fressen Schädlinge im Garten sowie Mücken und Schnaken. Häufig fehlen Wildbiene, Wegwespe & Co in unseren aufgeräumten Gärten aber geeignete Stellen für die Eiablage.

Vor allem Hautflügler wie Wildbienen, Gold-, Schlupf-, Lehm- und Wegwespen oder Erdhummeln mieten sich im Insektenhotel gerne ein. Auch von Florfliegen, Marien-, Holz-, Laufkäfern, Ameisen und Baumwanzen wird der angebotene Unterschlupf, eine Art „Nistkasten“, genutzt.

In der freien Natur legen die Insekten ihre Eier in Bohrgänge von Käfern und Höhlungen. Diese werden jedoch immer seltener, weil beispielsweise alte Bäume mit Höhlen aus Sicherheitsgründen gefällt und abgestorbene Äste in Baumkronen herausgeschnitten werden.

„Mit einem Insektenhotel auf dem Balkon oder im eigenen Garten kann jeder einfach, schnell und billig einer Vielzahl von Tieren helfen. Und für Eltern und Kinder ist es spannend zu beobachten, wie die Tierchen die Nistgelegenheiten nach und nach verschließen, wenn sie ihre Eier darin abgelegt haben“ erklärt Martin Hänsel, stellvertretender Geschäftsführer des BN in München.

Als Baumaterial lässt sich fast alles verwenden, was die Natur bietet. Für ein einfaches Hotel bindet man ein Bündel von ca. 20 cm langen Schilf-, Bambus-, Holunder- oder anderen hohlen Stäbchen zusammen, verschließt eine Seite fest mit Lehm und hängt es mit der offenen Seite nach unten geneigt in Richtung Süden oder Südwesten an einem sonnigen und geschützten Ort auf.

Auch rote Ziegelsteine, die auf der Rückseite mit Lehm abgedichtet wurden, werden gerne angenommen. Die Hohlräume können mit Strohhalmen gefüllt werden.



In Tonblumentöpfe, gefüllt mit Holzwolle, Reisig oder Stroh und kopfüber in Sträuchern oder Obstbäumen in Hüfthöhe aufgehängt, ziehen gerne „Ohrenkrabblern“ ein. Damit die Füllung nicht herausfällt, wird sie mit feinem Maschendraht fixiert.

Beliebt sind auch dickere Äste oder Holzscheite, in die mit der Bohrmaschine unterschiedlich tiefe Löcher im Durchmesser von 2 bis 7 mm gebohrt werden.

Die Mieter im Insektenhotel sind übrigens für uns Menschen ungefährlich und umkreisen auch nicht lästig den Kaffeetisch. Sie lassen sich gut beobachten, sollten aber natürlich nicht angeblasen oder mit der Hand gefangen werden. Ansonsten müssen lediglich Allergiker die übliche Vorsicht walten lassen.

Damit Ihre Gäste auch genug Futter finden, können Sie einige Insekten-Lieblinigspflanzen im Garten oder Balkonkasten ziehen.

Deutscher Ziest (Stachys germanica), Klatschmohn (Papaver rhoeas), Kornblume (Centaurea cyanus), Akelei (Aquilegia vulgaris), Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Gemeiner Natternkopf (Echium vulgare) oder Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia) sind für uns eine Augenweide und für die Insekten ein Gaumenschmaus.

Quelle: Bund Naturschutz, Kreisgruppe München